Die eine Geschichte macht den Unterschied

2017-11-15T11:32:16+00:0028. Oktober 2017|

Storytelling ist ein fantastisches Werkzeug, um Begeisterung zu erzeugen, durch die Bindung und Weiterentwicklung möglich wird. Storys gibt es in jeder Familie, in jedem Unternehmen. Wer sie erzählen kann, gehört dazu. Wer ihre Macht erkennt, kann sie nutzen.

Stories erzeugen Aufmerksamkeit

Neulich hat mir eine liebe Kundin von einem Verkaufsgespräch erzählt. Es war ein Termin bei einem Interessenten, den sie für eine Zusammenarbeit gewinnen wollte. Er wollte durch Teamcoaching die Unternehmenskultur verbessern. Das Gespräch plätscherte so dahin, Freundlichkeiten und Fakten wurden ausgetauscht und dann erzählte meine Kundin eine Geschichte. Eigentlich nicht eine, sondern die Geschichte. Die Geschichte von einem anderen Team, mit dem sie arbeitet und in dem plötzlich miteinander und nicht mehr übereinander geredet wird. Ein Team, in dem sie erlebte, dass tatsächlich ein Mitarbeiter den Mut hatte aufzustehen und zu sagen: „Leute, wir reden jetzt die ganze Zeit über Richard, aber er ist nicht da. Wollen wir nicht lieber warten und dann mit ihm reden?“ Meine Kundin sagt, dass sie mit dieser Geschichte die volle Aufmerksamkeit hatte – die Damen und Herren lehnten sich nach vorne, die Augen leuchteten, man sah förmlich, wie die Ohren spitz wurden. Was soll ich sagen – sie hat den Auftrag bekommen – Herzlichen Glückwunsch.

Noch besser ist es natürlich, wenn Kunden diese Geschichten selbst erzählen. Haben Sie Referenzkunden? Aktivieren Sie sie!

Geschichten sind Türöffner, weil sie Abstraktes fassbar machen

Wie viele Worte haben Sie wohl heute schon gehört oder gelesen und welche sind Ihnen im Gedächtnis geblieben? Bei mir sind es meistens die, die ich mit einem Gesicht, einem Geschehen – einer Geschichte verbinden kann. Wenn Menschen hinter der Botschaft stehen, nicht Zahlen, Daten und Fakten. Wenn wir von einem Lottogewinner in Wanne-Eickel hören, ist das ein höfliches Gähnen wert, wenn überhaupt. Hören wir von unserem Cousin Emil, dass er im Lotto gewonnen hat und erzählt er uns, wie sich das anfühlt und was er mit dem Geld machen will, sind wir ganz Ohr.

Diese Erkenntnis ist nicht neu – ob Höhlenmalerei, Bibel, Koran oder die Gebrüder Grimm: Geschichten sind mächtig, denn sie verankern Botschaften langfristig im Gedächtnis. Oder wer von uns hätte nicht das Rumpelstilzchen oder die schöne Müllerstochter fest im Hinterkopf?

Storytelling ist überall

Logisch, dass eine Technik, die so gut funktioniert, auch in der Marketing- und Unternehmenskommunikation erfolgreich eingesetzt wird. Wissensmanagement, Mitarbeiter- und Kundenbindung, Public Relations oder Sales: Überall, wo Geschichten ins Spiel kommen, bekommt abstraktes Wissen Gesichter. Deshalb ist Storytelling in aller Munde und natürlich neigen wir dazu, zu übertreiben. Plötzlich ist alles eine Story.

Ein Auto, das in einem Spot mehrfach seine Farbe wechselt, ist aber keine Story, sorry. Auch wenn die Agentur dafür viel Geld bekommen hat, bleibt es einfach ein hübscher Werbespot.

Was ist dann eine Story?

Eine Story hat für mich mehr als nur einen roten Faden, sie hat einen Helden, der ein Problem löst und ein Happy End. Oder zumindest ein Ende, das zum Nach- oder Weiterdenken anregt. Storys gibt es in jeder Familie, in jedem Unternehmen. Wer sie erzählen kann, gehört dazu. Oft beginnen sie mit „Wisst Ihr noch …“ – und alle nicken zustimmend. Wer nicht mitnickt, bleibt außen vor. Die Kraft der Geschichten ist also gemeinschaftsbildend. Außerdem vermitteln Geschichten ein Learning und zwar ohne erhobenen Zeigefinger. Indem wir uns trauen, auch Geschichten vom Scheitern zu erzählen, bewahren wir andere vor dem gleichen Fehler.

Storytelling ist ein fantastischer Wegbereiter für Unternehmenskultur. Förster und Kreuz beschreiben in ihrer Story (ja, auch eine Story) über Alltagshelden sehr schön, wie sich positives Handeln in der Unternehmenskultur durch Storytelling verankern lässt. Was dem Autorenpaar daran gefällt:

  • Handlungsfreiraum statt Vorgaben
  • Zeigen, was super funktioniert statt kritisieren, was nicht funktioniert
  • Wahre Geschichten statt Regeln
  • Helden als Vorbilder statt Anordnungen

Ich bin überzeugt davon, dass in jedem Unternehmen solche Heldengschichten erzählt werden können und dass sie überall zu tollen Ergebnissen führen werden.

Die Macht der guten Story?

Die Macht einer Geschichte: Sie wird weitererzählt. Das ist das, was wir in den sozialen Medien „viral“ nennen. Wer gute Storys findet und erzählt, kann auf die Kraft der Geschichte setzen. Sie verselbstständigt sich, wird weitergereicht, weil sie unseren Alltag erhellt, uns einen schönen Moment schenkt und wir diesen Moment teilen möchten. Weil wir mit den Protagonisten fühlen, sie beneiden, belächeln, weil die Geschichte etwas in uns auslöst.

Das ist interessant – bei der Story geht es also gar nicht um den Inhalt – es geht um uns. Um das, was wir beim Hören oder Sehen empfinden. Das ist die Macht einer guten Story.

Stories:
Aktivieren – sie wecken Aufmerksamkeit und stoßen Verhaltensänderungen an
Emotionalisieren – in dem sie ein Erleben oder Geschehen fühlbar / teilbar machen
Identifizieren – wir fühlen uns näher dran
Begeistern – und sind damit Schlüssel zum Gedächtnis
Binden – wir wollen mehr!

Trüffelschwein für Ihre Ideen

Wollen wir Ihre Geschichten erzählen? Kunden, Helden, Kultur – wir identifizieren Ihr Thema und Ihr Ziel und dann lege ich los und mache mich auf die Suche nach den Geschichten, die unerzählt in Ihrem Gedächtnis oder in dem Ihrer MitarbeiterInnen schlummern. Dabei setzen wir nicht auf Masse, sondern auf eine Botschaft, die ihre Zielgruppe trifft. Eine, die gelesen wird und in Erinnerung bleibt, die den entscheidenden Unterschied macht. Nämlich den zwischen „Ja, das habe ich gesucht“ und „Na ja, das hat mir gerade noch gefehlt“.
Vertrauen Sie mir Ihre Geschichten an? Ich würde mich sehr geehrt fühlen.